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concepts of doing 2020 berlin festival flyer

Festival Zeitgenössische Musik

4.-6.9.2020

Beginn 18.30

studioboerne45
Börnestr. 45, 13086 Berlin

codberlin2020@gmail.com

Anmeldung per Email erbeten. Wegen begrenztem Platzangebot sind die Tickets übertragbar.
email booking required. restricted number of audience. PLEASE SHARE YOUR TICKETS WITH YOUR FRIENDS!

Eintritt 15 €

Veranstalter: studioboerne45/Alexander Frangenheim

Programm Alexander Frangenheim
Organisation Alexander Frangenheim und Daniela Göller

Gefördert durch
Hauptstadt Kulturfonds
Initiative Neue Musik Berlin e.V.

www.concepts-of-doing.de
fb @concepts of doing 2020 / berlin edition

BVG:
M4, M13, Tram12 Haltestelle Antonplatz
S-Ringbahn Greifswalder Strasse



concepts of doing 2020 berlin festival flyer concepts of doing 2020 berlin festival flyer

Programm

Freitag, 4.9. 18.30 Uhr

POOL 1: DONEDA / LORIOT
Michel Doneda Saxofon
Frantz Loriot Viola
Improvisation

OKUDA / PATERAS
Rieko Okuda Klavier, Elektronik
Anthony Pateras Klavier, Elektronik
Improvisation

SURBERG / VIISE
Ernst Surberg Klavier und Keyboard
Sirje Viise Sopran
Bettina Junge Elektronik Elektronik
Sarah Nemtsov - "Seven Thoughts - her kind" für Keyboard solo (2018)
Luigi Nono - "Djamila Boupacha" für Sopran (1962)
Sirje Viise - "Curses" für Stimme und live-Elektronik (live-Version 2020)
Sarah Nemtsov - "Nun II" für Klavier und Elektronik (2019)
Johan Svensson - "Study I" for piano (2015)

CHEN / SCOTT
Audrey Chen Stimme
Richard Scott modularer Synthesizer
Improvisation


Samstag, 5.9. 18.30 Uhr

POOL 2: VOCCIA / JAUNIAUX / TURNER / KÜNKLER
Celíne Voccia Klavier
Catherine Jauniaux Stimme
Roger Turner Percussion
Till Künkler Posaune
Improvisation

DIGBY
Andrew Digby Posaune
Robin Hoffmann - „Strassenmusik“ (2015)
Peter Ablinger - „Weiss/Weisslich 17q“ für Bassposaune und Rauschen (2017)
Cornelius Schwehr - „alles zu werden:- Signale“ (1987-88)
Peter Ablinger - „alles zu werden:- Signale“ (1987-88)
Martin Bergande - „n; von ferne nah“ (1995)

BERWECK / STAHN / DIGBY / ERCKLENTZ
Sebastian Berweck Klavier, Elektronik
Olivia Stahn Sopran
Andrew Digby Posaune
Sabine Ercklentz Trompete
Alvin Lucier - "Clocker", for clock, galvanic skin response sensor and digital delay system (1978)
Kilian Schwoon - "Springende Filze" for piano with digital keyboards and electronics (2015) UA
Sabine Ercklentz - „Fangen und Verstecken“ für Trompete und 4-Kanal-Zuspiel (2019)
Beat Furrer - „Spazio immergente I“ (2015) für Sopran und Posaune

KVIN MAATT
Axel Dörner Trompete
Tiziana Bertoncini Violine
Michel Doneda Saxofon
Alexander Frangenheim Kontrabass
Thomas Lehn analoger Synthesizer
Improvisation


Sonntag, 6.9. 18.30 Uhr

VIISE
Sirje Viise Sopran
Amir Shpilman - "Delivery" for solo voice (2020) UA, Auftragswerk des Festivals
Rebecca Saunders - "O" für Sopran (2017)

POOL 3: JAUNIAUX / LORIOT / TURNER / FRANGENHEIM / FITE
Catherine Jauniaux Stimme
Frantz Loriot Viola
Roger Turner Percussion
Alexander Frangenheim Kontrabass
Niklas Fite Gitarre
Improvisation

SURBERG / BERWECK
Ernst Surberg Klavier, Keyboard, Elektronik
Sebastian Berweck Klavier, Keyboard, Elektronik
Alvin Lucier - „Music for Piano with two Slow Sweep Pure Wave Oscillators“ (1992)
Johan Svensson - „Pixilation" for two keyboards, lights and samples (2019)

PATERAS / ERIKM
Anthony Pateras Elektronik
eRikm CDJ, Elektronik
Improvisation

Konzertankündigung

Konzert mit Musikern des Festivals
Dienstag 8.9.2020 20 Uhr

Roger Turner - Catherine Jauniaux - Niklas Fite - eRikm - Celíne Voccia - Michel Doneda - Alexander Frangenheim - Till Künkler

Christuskirche Oberschöneweide, Firlstr. 16, 12459 Berlin

Ich danke dem Jazzkeller 69 e.V. für die Möglichkeit zu diesem Konzert. Alexander Frangenheim

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Künstler-Biografien

Foto © Cristina Marx

Tiziana Bertoncini

Nach abgeschlossenem Studium in Violine am Konservatorium in Siena und in Malerei an der Akademie der bildenden Künste in Carrara, arbeitete Tiziana Bertoncini als Interpretin in Orchestern und Kammermusikensembles und für Tanz- und Theaterstücke. Seit vielen Jahren gilt ihr Interesse der zeitgenössischen Musik und Improvisation. Ihre Arbeit entwickelt sich aus der Interpretation, in der Komposition und Zusammenarbeit mit Künstlern anderer Medien. Generell gilt ihr Interesse der Synthese und der Kreuzung von Improvisation und Komposition, visueller Elemente und Musik.

Sie war zu Gast bei einer Vielzahl internationaler Festivals. Sie hat bei Tanz-, Theater-, Video- und anderen Multi-Media-Projekten mitgewirkt und maßgeblich zu deren musikalischer Gestaltung beigetragen.
Ihre Solo-Arbeit umfasst Kompositionen, Performances und Installationen.
Sie ist Mitglied des ensemble]h[iatus, das sich mit Interpretation und Improvisation beschäftigt. 2008 war sie Stipendiatin des “Bridge Guard Residential Art/Science Centre” in Stúrovo (SK), in 2009 des A.I.R. Krems (A) und 2013 des Centre National de Création Musicale Césaré, Reims (F). Von 1996 bis 2001 war sie Gastdozentin bei den in Italien durchgeführten Sommerkursen der New York University. Dort leitete sie Kurse für zeitgenössische Improvisation und für erweiterte Spieltechniken der Violine.

Seit 2002 spielt Tiziana Bertoncini im Duo mit Thomas Lehn. Die beiden veröffentlichten im Frühjahr 2011 auf dem britischen Label Another Timbre ihre erste Duo-CD Horsky Park und haben 2009 comprovise, ein Festival für zeitgenössische improvisierte und komponierte Musik initiiert und kuratiert.

Foto © Anika Neese

Sebastian Berweck

Mit über 220 Ur- und Erstaufführungen ist Sebastian Berweck einer der gefragtesten Interpreten für experimentelle zeitgenössische Musik. Neben erweiterten Spieltechniken und szenischer Arbeit liegt ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit in der (Wieder-)Aufführung von elektronischen Stücken, die teilweise seit Jahrzehnten nicht mehr aufgeführt wurden.

Als Solist und Ensemblemitglied hat er in den letzten Jahren bei fast allen großen Festivals für Neue Musik gespielt. Zu nennen wäre hier zum Beispiel Ultraschall Berlin, Maerzmusik Berlin, Huddersfield Contemporary Music Festival, Wien Modern, Steirischer Herbst, Salzburger Festspiele, Schleswig-Holstein Musik Festival, Impulse Theater Festival Mülheim, ISCM World New Music Days, pgnm festival Bremen, Inventionen Berlin, piano+ festival ZKM Karlsruhe, Klangwerkstatt Berlin, Klangwerktage Hamburg, Heidelberger Frühling, Nous Sons Festival Barcelona oder die Darmstädter Ferienkurse für Neue Musik, bei denen er seit 2014 auch unterrichtet. Aufnahmen davon sind bei Radio France, HR, RB, DeutschlandRadio, Deutschlandfunk, WDR, SWR, Wergo, Mode, durian, cri, World Edition, nochords, naivsuper und HCR erschienen.

Von 2008-2012 forschte er mit Unterstützung des DAAD am Centre for Research in New Music (CeReNeM) der University of Huddersfield über Problematiken bei der Produktion von Musik mit Live-Elektronik. Seine Doktorarbeit mit dem Titel "It worked yesterday - On (re-)performing electroacoustic music" erschien 2013. Neben seiner Konzerttätigkeit schreibt er immer noch wissenschaftliche Artikel für die positionen und eContact! sowie populärwissenschaftliche Artikel und Tests elektronischer Musikinstrumente und Controller für die Neue Zeitschrift für Musik und Bonedo.de. Ausserdem gibt er Master Classes und hält Vorträge wie zum Beispiel in den USA in Harvard, Stanford, Berkeley, SUNY Buffalo, und der SU San Francisco. Dr. Berweck lebt in Berlin und ist Mitgründer von stock11.de

Foto © Udo Siegfriedt

Audrey Chen

Die derzeit in Berlin wohnende chinesisch-amerikanische Musikerin Audrey Chen, geboren 1976 in der Nähe von Chicago, absolvierte eine klassische Musikausbildung für Cello und Gesang mit einer Spezialisierung für Alte und Neue Musik. Im Jahr 2003 begann sie sich mit neuen klanglichen Möglichkeiten auseinanderzusetzen, um eine individuellere Ästhetik herauszubilden. In ihren Performances nutzt sie das Cello, ihre Stimme und analoge Elektronik, deren Klänge und Elemente sie miteinander kombiniert. Ihre Musik ist zu einem großen Teil intuitiv improvisiert und erhält daher einen sehr persönlichen und auch emotionalen Ausdruck. Sie konzentriert sich zunehmend auf Solo-Projekte, arbeitet aber weiterhin mit vielen interessanten Künstlern und Musikern zusammen, zuletzt mit John Bock und dem Kronos Quartett sowie mit Phil Minton, Luca Marini (kamama), Frederic Blondy, Robert van Heumen (abattoir), Katt Hernandez (Isabel), Nate Wooley (heave and shudder), Wouter Jaspers und Id M Theft Able.

www.audreychen.com
Foto © Liliana Digby

Andrew Digby | composers slide quartet

Andrew Digby ist 1967 in Sheffield (England) geboren und dort aufgewachsen, bis er 18 Jahre alt war. Er spielte schon in sehr jungen Jahren Klavier, Posaune und begann mit 14 Jahren zu komponieren. Von 1986-90 studierte er am Royal Northern College of Music in Manchester (Posaune bei Chris Houlding, Peter Gane und Andrew Berryman) und verbrachte anschließend ein Jahr in London als Discograph für das MCPS/National Sound Archive.

Von 1991 bis 1995 studierte er Komposition bei Mathias Spahlinger an der Musikhochschule Freiburg (Deutschland). Seitdem arbeitet er seit vielen Jahren als freiberuflicher Komponist und Posaunist international mit dem ensemble recherche, Ensemble Aventure, Kammerensemble Neue Musik Berlin, Ensemble Modern, musikFabrik, Apartment House, Klangforum Wien, PHACE music_on-line wien und anderen. Zu den Komponisten, mit denen er besonders erfolgreich zusammengearbeitet hat, gehören unter anderem Klaus Huber, Karlheinz Stockhausen, Helmut Lachenmann, Hans-Joachim Hespos, Horatiu Radulescu, Mathias Spahlinger, Cornelius Schwehr, Chris Newman, Peter Ablinger und Wolfram Schurig.

Andrew Digby ist Gründungsmitglied von ascolta und des Composers Slide Quartet. Er hat Aufträge für das Schlagquartett Köln, das Ensemble Aventure, das ensemble recherche, Sebastian Berweck und Carl Rosman erfüllt und für ascolta Werke wie J.S.Bach, Chopin, Brahms, Mahler, Satie, Schoenberg, Berg, Webern, Klaus Huber und Frank Zappa arrangiert.

Foto © Cristina Marx

Michel Doneda

Michel Doneda begann seine Musikerkarriere im Alter von 15 Jahren, als er mit lokalen Bands spielte. Zu Beginn der 1980er Jahre gründete er in Toulouse das Saxophon-Trio Hic et Nunc mit Didier Masmalet und Steve Robins, arbeitete in Marseille mit der Formation GRIM und mit Louis Sclavis. Später spielte er auf dem Festival von Chantenay-Villedieu und arbeitete mit der Musiker- Kooperative Nato zusammen, außerdem spielte er in dieser Zeit mit Musikern wie Fred Van Hove, John Zorn, Lol Coxhill, Raymond Boni, Phil Wachsmann, Ravi Prasad, Joëlle Léandre und anderen.

Im Jahr 1986 wurde er Mitglied eines Trios mit Daunik Lazro am Baritonsaxophon und Lê Quan Ninh als Schlagzeuger und nahm erste Alben unter eigenem Namen auf. Ende der 1980er Jahre arbeitete er auch im Trio mit Alain Joule und Barre Phillips sowie mit Dominique Regef und Elvin Jones sowie in unterschiedlichen Formationen mit Beñat Achiary. Im Jahr 1993 reiste er nach Gabun, wo er die dortige afrikanische Musik erforschte; nach seiner Rückkehr spielte er u. a. mit Elliott Sharp und Jin Hi Kim. 1994 nahm er ein Album für das damalige Freejazz-Label FMP auf, Open Paper Tree. 1998 entstand das Soloalbum Anatomie Des Clefs. Im Jahr 2007 spielte er in Paris gemeinsam mit dem Tenorsaxophonisten Mats Gustafsson und der Gruppe Sonic Youth. Er arbeitet häufig im Trio John Russell und Roger Turner.

Doneda spielt ausschließlich Sopransaxophon und Sopraninosaxophon.

www.puffskydd.free.fr/neda/
Foto © Cristina Marx

Axel Dörner

Axel Dörner wurde 1964 in Köln geboren. Im Alter von neun Jahren begann er Klavier zu spielen, im Alter von elf Jahren spielte er Trompete in einer lokalen Musikschule. In der Zeit von 1983-1986 studierte er Trompete bei Jon Eardley in Köln. Später von 1988-1989 studierte er Klavier am Konservatorium in Arnheim, Niederlande, dann von 1989-1994 Klavier und Trompete (bei Malte Burba) an der Musikhochschule in Köln. Während seiner Zeit in Köln spielte er mit Bruno Leicht in der Band The Streetfighters und gründete ein Quartett mit Frank Gratkowski, Matthias Bauer und Martin Blume. 1993 nahm er seine first CD im Trio The Remedy (mit Sebastian Gramss und Claus Wagner) auf, mit Matthias Schubert, Peter Kowald und Tom Cora als Gästen.

1994 zog Dörner nach Berlin. Mit Rudi Mahall an der Bassklarinette, Joachim Dette (Bass) und Uli Jennessen (Schlagzeug) gründete er die Band Die Enttäuschung und spielte ausschließlich Kompositionen von Thelonious Monk. 1996 wurde dieses Quartett (mit Jan Roder als neuem Bassisten) von Alexander von Schlippenbach ergänzt und wurde zum Quintett Monks Casino. Die Enttäuschung setzte sich fort mit einem ständig wachsenden Programm an Eigenkompositionen der Bandmitglieder. Zu dieser Zeit begann Dörner auch mit Sven-Åke Johansson in verschiedenen Formationen zusammenzuarbeiten, was bis heute andauert. 1995 begann er seine Reise nach London, was zu einer langjährigen Zusammenarbeit mit vielen Musikern der englischen Szene führte. Gleichzeitig nahm er an Aufführungen in ganz Europa (und später in der Carnegie Hall, New York) des Requiems für einen jungen Dichter von Bernd Alois Zimmermann mit SWR- Sinfonieorchester unter der Leitung von Michael Gielen teil. Parallel dazu setzte er seine Forschungen über erweiterte Trompetentechniken und musikalische Strukturen fort und arbeitete mit Robin Hayward, Andrea Neumann und Annette Krebs zusammen. 1998 besuchte er Chicago für die first Zeit und spielte unter anderem mit Fred Lonberg- Holm, Michael Zerang, Ken Vandermark und Hamid Drake.

Andere neu gegründete Trios zu dieser Zeit waren Contest of Pleasures (mit John Butcher und Xavier Charles), TOOT (mit Phil Minton und Thomas Lehn), ein Trio mit Paul Lovens und Kevin Drumm. 2005 wurde ein Quartett mit Otomo Yoshihide, Sachiko M und Martin Brandlmayr gegründet, das auf Konzerttourneen in Europa und Japan ging. Bevor er seine unter first officially veröffentlichte Solo-CD Trumpet (A Bruit Secret, 2001) aufnahm, veröffentlichte er in den späten 90er Jahren eine Reihe von Solo-Veröffentlichungen, die nur als CD-Rs mit selbst erstellten Covern veröffentlicht wurden.

Seit 2000 ausgedehnte Konzertreisen auf allen Kontinenten von five, die zu einem weltweiten genreübergreifenden musikalischen Netzwerk mit den bedeutendsten Musikern unserer Zeit führten. Seine Diskographie besteht zu diesem Zeitpunkt aus mehr als 150 CDs / LPs.

www.axeldoerner.org
Foto © Anja Weber

Sabine Ercklentz | Trompete, Elektronik, Komposition

Sabine Ercklenz lebt und arbeitet als Komponistin, Musikerin und Performerin in Berlin. Ihre Arbeiten bewegen sich häufig in musikalischen Grenzbereichen und über feste Genregrenzen hinweg. U.a. ist sie Teil des Composer/Performer Ensembles N.E.W. Oft arbeitet sie in Kollaboration mit anderen Künstler*innen. Neben dem Einsatz von erweiterten Spieltechniken auf der Trompete verwendet sie häufig Live-Elektronik und Zuspiel bei ihren Konzert-Performances. Dabei sind „der musizierende Körper auf der Bühne“, die Interaktion von Performer*in und Medien“ sowie „die Vernetzung der Performer*innen untereinander“ häufig wiederkehrende Themen.

Konzert- und Festivalauftritte u.a. bei/im Ruhrtriennale, Essen/ Bochum, Eclat Festival, Stuttgart, Foro International Mexico-City (Mexico), FIMAV Victoriaville (Kanada), Red Cat, Los Angeles (USA), CalArts (USA), Rencontres chorégraphiques, Paris, (Frankreich), Moderna Museet, Stockholm (Schweden),Taktlos, Zürich (Schweiz), City of Women Lubiljana (Slowenien), Wittener Tagen für Neue Kammermusik, Donaueschinger Musiktagen, Forum Neue Musik, Jazzfestival Moers, Jazztage Leverkusen, Jazzfestival Leipzig, Wie es Ihr gefällt, ZKM Karlsruhe, Tanzplattform Deutschland, Dresden.

Foto © Yohanne Lamoulère

eRikm

Seit 1992 hat der Musiker eRikm aus Marseille das Feld des künstlerischen Experimentierens auf der internationalen Bühne erweitert. Indem er eine ständige Fusion zwischen Denken, Instinkt und Sensibilität aufrechterhält, verfolgt er eine Gleichzeitigkeit der Praktiken und thematisiert das Zusammenspiel verschiedener Kompositionsmodi, die sich auf alle Sprachen beziehen und diese verwenden.

Von seinen frühen Erfahrungen als Gitarrist bis hin zu seinem späteren visuellen Werk ist er ein eigenwilliger Genre-Bender, der die Versuche aller, ihn bequem einzuordnen, zunichte macht. Schnell als virtuoser Turntablist und Klangkünstler anerkannt (1996), hat sich eRikm zur Gewohnheit gemacht, alle Territorien zu durchqueren und „Weltsysteme” als „unabhängig”, „institutionell” zu betrachten. Gleichzeitig (1997) hat er einen offenen und ehrgeizigen Ansatz gegenüber den technischen Medien entwickelt, sowohl als Entwicklungsmittel für ein neues Wirtschaftsmodell als auch als Instrument für Kreation, Produktion und Verbreitung.

Im Laufe seiner Karriere suchte er Kooperationen mit dem Publikum und mit anderen Musikern, vor allem mit Luc Ferrari, Christian Marclay, Mathilde Monnier, Thurston Moore, FM Einheit.... Dabei ging er nach dem Zufallsprinzip vor, das auch seine instinktive Suche nach Verwandlung und sein Spiel auf mehreren Ebenen geprägt haben. Seit 1997 tourt eRikm allein oder mit Mitarbeitern (bisher 5-7 On-Tour-Projekte) oder kreiert auf Wunsch spezifische Stücke, sowohl transversal als auch für feste Räume (Plattenfirmen, Radio, Festivals, Kunstzentren....).

Die persönlichsten Fragmente seines Werkes (insbesondere aus seinen frühen Werken in Fotografie, Zeichnung, visueller Installation und Video) zeugen von seiner einzigartigen kaleidoskopischen Sichtweise. De Forschung spielt in seinem gesamten Werk eine große Rolle, das von wissenschaftliche Entdeckungen und einer poetischen Neugierde auf die Welt geprägt ist.

Er veröffentlichte eine ganze Reihe von CD’s u.a. auf Hat Hut, Intakt, FMP, Jazzwerkstatt, Moers Music, Gligg Records, NRW, between the lines, Konnex, Mons Records, Laika Records, Hybrid.

www.erikm.com
Foto © Cristina Marx

Niklas Fite

Niklas Fite (geb. 1995) ist ein schwedischer Improvisator. Er spielt Akustik- und E-Gitarre und Banjo und konzentriert sich auf detailliertes Spiel mit engen und komplexen Interaktionen. Als Teenager, nachdem er mehrere Jahre lang Jazz gespielt hatte, begann er in Stockholm mit der improvisierten Musikszene. Seitdem ist er in Berlin, London und Kopenhagen tätig und spielt Konzerte mit vielen verschiedenen Arten von Musikern aus den Bereichen Klassik, Jazz, bildende Kunst und mehr. Seine Musik ist geerdet und stark mit der europäischen freien Improvisation verbunden durch seine Zusammenarbeit mit Musikern wie Günter Christmann, Mats Gustafsson, Sven-Åke Johansson, John Russell und anderen. Im Jahr 2018 veröffentlichte er im Duo mit Alexander Frangenheim die CD "Sugar is a necessary fluid". Er lebt und arbeitet derzeit in Kopenhagen.

www.soundcloud.com/niklas-fite
Foto © Cristina Marx

Alexander Frangenheim

Alexander Frangenheim (Kontrabass) studierte zunächst Bildhauerei, und studierte dann klassischen Kontrabass bei Reinald Schwarz und für eine kurze Zeit bei Wolfgang Güttler. Er spielte mit zahlreichen Musikern im Bereich der Freien Improvisation u.a. mit Axel Dörner, Chris Burn, Roger Turner, Phil Durand, John Butcher, Thomas Lehn, war Mitglied im Ensemble Zeitkratzer und spielt kontinuierlich in Christmanns VARIO-Formationen und multimedialen con moto-Ensemblen.

Von 1995 bis 2010 war ihm die musikalische Auseinandersetzung mit Tanz wichtiges Arbeitsgebiet (Auftritte u.a. mit F. Kwiatkowski, Julyen Hamilton, Jose Luis Sultan und Vera Mantero). Von1992 bis 2003 organisierte er das Festival „concepts of doing- Interaktion Tanz Musik“ in Stuttgart, das er seit 2012 in Berlin als “concepts of doing - Festival Zeitgenössische Musik” fortsetzt. Er komponierte die Musik für die Experimental-Filme “Lupinen löschen”, (Premiere bei der Berlinale 2007 im Forum Expanded), sowie “EZB 2011-2012”, der 2015 für den Preis der Deutschen Filmkritik /Experimentalfilm nominiert wurde (Filmemacherin für beide Filme: Sabine Schöbel). Mit studioboerne45 hat er einen wichtigen Produktionsort und Aufnahmestudio für die freie Szene in Berlin geschaffen.

Seine Musik ist auf 40 CDs dokumentiert. Neben zwei Solo-CDs wurden in den letzten Jahren u.a. veröffentlicht: “light air gets dark” mit Roger Turner und Isabelle Duthoit, “sugar is a necessary fluid” mit dem jungen schwedischen Gitarristen Niklas Fite, sowie Anfang 2019 ”Frost Burning” mit den berliner Musikern Biliana Voutchkova und Antonis Anissegos.

www.frangenheim.de/
Foto © Cristina Marx

Catherine Jauniaux

Catherine Jauniaux ist eine in Frankreich geborene Sängerin und Komponistin, die ihre Karriere im Alter von 15 Jahren als Schauspielerin bei Roland Topor in Belgien begann. In den späten 1970er und 1980er Jahren sang sie mit mehreren experimentellen Rockgruppen, darunter Aksak Maboul und The Work. 1983 schloss sie sich mit The Work's Tim Hodgkinson (Ex-Henry Cow) in London zusammen, um ihr erstes Soloalbum Fluvial aufzunehmen. Anfang der 90er Jahre zog Catherine Jauniaux nach New York City, wo sie Teil der Downtown-Musikszene wurde und mit einer Reihe von Musikern auftrat, darunter Fred Frith, Tom Cora, Marc Ribot, Zeena Parkins, Butch Morris, und gründete das Duo Vibraslaps mit Ikue Mori. 1995 zog Jauniaux nach Südfrankreich, wo sie weiterhin mit verschiedenen europäischen Musikern auftrat, darunter Louis Sclavis, Heiner Goebbels, Otomo Yoshihide, Christian Marclay und Erik M.

Jauniaux arbeitet regelmäßig mit Künstlern aus den Bereichen Tanz und Film zusammen und sang 1991 in der Oper von Heiner Goebbels, Römische Hunde, in Frankfurt. Sie wird als "Ein-Frau- Orchester", als "menschlicher Sampler" bezeichnet und ist inspiriert von traditioneller Musik, sowohl real als auch imaginär. Ihre Auftritte verbinden Ernsthaftigkeit und Humor. Sie erforscht Klang, Emotion, Melodie und Abstraktion, und ihre stimmlichen Improvisationen reichen von "traditionellen französischen Chansons über hauchdünnes Folk bis hin zu dadaistischem Glossolalia.

Bettina Junge

Die Nach Studium der Musik und Instrumentalpädagogik in Köln und Berlin war Bettina Junge Gründungsmitglied des ensemble mosaik, das sie als Flötistin, aber auch organisatorisch und als künstlerische Leiterin mitgestaltet. Sie konzipiert Konzert- und Festivalprojekte wie serien/studien/etüden, audible interfaces, open_sources, und Konzertreihen wie sichtbare Musik, kommentierte Musik oder Autonome Musik. Dabei werden die aufgeführten Einzelwerke in spezifischen Kontexten reflektiert und interpretiert, sowie neue Ansätze der Aufführungspraxis entwickelt und erprobt. Die Auseinandersetzung mit diesen Themen führt sie auch zu eigener kompositorischer Tätigkeit. Von der Projektentwicklung bis zur Durchführung ist sie in die künstlerische Arbeit des ensemble mosaik involviert. Mit dem ensemble mosaik gastierte Bettina Junge bei vielen der wichtigsten internationalen Festivals für zeitgenössische Musik und wirkte bei zahlreichen Rundfunkaufnahmen und CD-Produktionen mit. Als Solistin und Gast anderer Ensembles spielte sie auf internationalen Festivals und Konzertreihen. Bettina Junge war Vorstandsmitglied der Berliner Gesellschaft für Neue Musik und der initiative neue musik Berlin e.V., die die Interessen der freien Szene der zeitgenössischen und aktuellen Musik in Berlin vertritt.

Foto © all rights reserved

Till Künkler

Till Künkler erwarb 2012 einen Master-Abschluss an der Hochschule für Musik Köln, Diplom. Während seines Studiums hier studierte Till auch am Mannes College for Music in New York, wo er von 2006 bis 2011 ein Stipendium erhielt. Später im Jahr 2012 studierte Till bis 2013 an der Internationalen Ensemble Modern Akademie in Frankfurt am Main. Zuletzt erhielt er von 2013 - 2015 ein Stipendium an der Manhattan School of Music für das Doctor of Musical Arts Programm. Sein Stipendium wurde vom DAAD vergeben.
Von 2008 bis 2014 war er als Substitut bei den Bergischen Symphonikern, der Oper Köln, der Oper Essen, dem Beethoven Orchester Bonn, der Neuen Philharmonie Köln, der Gateway Classical Music Society New York, der Rheinischen Kammeroper, dem Neuen Rheinischen Kammerorchester tätig.
Während dieser Zeit führte Till auch internationale Tourneen mit Bandprojekten aus New York und Köln durch. Er hatte das Glück, in Städten wie New York, Philadelphia, New Orleans, Austin (SXSW), Berlin, Amsterdam, Bratislava, Wien zu spielen, Brüssel und Prag.

Von 2014 bis 2015 trat Till mit Dave Taylor und dem NY Trombone Consort bei Barge Music, The Loove (Brooklyn) auf und arbeitete an der CD-Produktion und Konzerten mit Low Brass Connection in Amsterdam und Enschede, Niederlande. Er war Solist mit Mark Gould und dem Manhattan School of Music Brass Ensemble und Solist in der Weill Recital Hall der Carnegie Hall beim jährlichen DAAD Music Fellow's Konzert. Till spielte auch Konzerte an der Opera Handan und beim Beijing Modern Music Festival.
Seit 2015 tritt Till regelmäßig mit der In Situ Art Society und Gästen wie Roscoe Mitchell, Toshinori Kondo, Mette Rasmussen, Chris Corsano und Barry Guy auf.

Von 2015-2017 konzertierte Till mit dem Ensemble Musikfabrik in Köln und dem Klangforum Wien im Konzerthaus Wien und den Salzburger Festspielen. Konzerte beim Moers Jazz Festival mit dem EOS Kammerorchester. CD-Produktion mit Werken des Komponisten Gordon Kampe und Konzerte mit dem LUX: NM Ensemble für zeitgenössische Musik in Berlin. Konzerte mit dem Ensemble United Berlin im Konzerthaus Berlin. Solistin bei den Wittener Tagen für Neue Kammermusik, mit Brigitta Muntendorf, Künstlerin für den Datenschutz #3.

Seit 2016 ist Till auch Mitglied des Andromeda Mega Express Orchestra, der Lauer Large Big Band und des Omniversal Earkestra. Als Mitglied trat er bei den Salzburger Festspielen, der Elbphilharmonie Hamburg, der Kölner Philharmonie, dem Jazz Festival Ludwigshafen auf. Von 2009 bis heute war Till Mitglied des Ensemble Garage (mit Sitz in Köln) und spielte für den Deutschlandfunk, den WDR Rundfunk, die CD-Produktion für die Siemens-Stiftung sowie zahlreiche Konzerte bei Festivals in Istanbul, Köln, Berlin, Krakau, Donaueschingen, Darmstadt, Rochester, NY, Helsinki.

Foto © Andy Moor

Thomas Lehn

Thomas Lehn (*1958 in Fröndenberg/Ruhr) ist Pianist, analoger Synthesizerspieler, Komponist und Interpret zeitgenössischer Musik. Seine akademische Ausbildung umfasst ein Studium der Tontechnik an der Hochschule für Musik Detmold sowie Klassik und Jazz-Piano an der Hochschule für Musik in Köln.

In den 80er Jahren nahm er wiederholt an Kursen des Studios für pianistische Interpretation bei Prof. Jürgen Uhde sowie an Kursen für Neue Musik in Darmstadt teil. Seit den 1980er Jahren tritt er als interpretierender Pianist auf, sowohl in der zeitgenössischen Neuen Musik mit zahlreichen Erstaufführungen als auch in der traditionellen komponierten Musik der Klassik/Romantik. Seit Anfang der 90er Jahre entwickelte er umfangreiche Aktivitäten in internationalen Kooperationen als Interpret von live-elektronischer Musik, basierend auf der Klangsynthese von analogen Synthesizern der späten 60er Jahre, wobei er fast ausschließlich den EMS Synthi A verwendet.

Im Jahr 2000 erschien sein Soloalbum Feldstärken auf dem deutschen Label Random Acoustics. Er spielt hauptsächlich seine eigene elektronische Musik und erweitert seine Arbeit um live und im Studio produzierte Synthesizer-Interpretationen von elektronischen Kompositionen von Komponisten wie Boguslav Schaeffer, Éliane Radigue, Peter Jakober, Anthony Pateras und anderen. Die Realisierung von Boguslav Schaeffers Elektronischer Symphonie ist auf der CD PRES Scores auf dem polnischen Label Bolt/Monotype dokumentiert. Im Jahr 2012 spielte er als Solist die Uraufführung von OCCAM VI für Synthesizer solo von Éliane Radigue beim Festival Faithful! (Berlin) und - zusammen mit dem KlangForum Wien - dort für Synthesizer und 15-teiliges Ensemble des österreichischen Komponisten Peter Jakober am musikprotokoll Graz und im Konzerthaus Wien.

Zu seinen langfristig arbeitenden Ensembles gehören die Trios Konk Pack, Toot und Thermal sowie die Duos mit Marcus Schmickler, Gerry Hemingway und Urs Leimgruber, sowie größere Formationen wie MIMEO, SHIFT, 6IX und Vario 34. Darüber hinaus ist er Gründungsmitglied des Ensembles]h[iatus, das sich sowohl den Praktiken der Interpratation als auch der Improvisation widmet. Zu seinen neuere Ensembles gehört die Trio-Formation mit dem Pianisten John Tilbury sowie John Butcher. Er tritt weltweit auf den wichtigen Festivals auf und sein Werk ist auf rund 100 CDs dokumentiert.

www.thomaslehn.com/
Foto © all rights reserved

Frantz Loriot

Der französisch-japanische Bratschist Frantz Loriot (*1980 in Paris) tritt als Solist auf und ist in einer Reihe von internationalen Ensembles aktiv, die sich hauptsächlich mit improvisierter Musik beschäftigen. Er trägt oft zu interdisziplinären Projekten in den Bereichen Tanz, Theater, Bildende Kunst und Poesie bei.

Loriot ist regelmäßig auf der ganzen Welt auf Tournee (Europa, USA, Südamerika, Japan und im Nahen Osten) und wurde als „Artist in Residence” von verschiedenen Festivals, Veranstaltungsorten und Ensembles eingeladen (u.a. Météo Mulhouse Music Festival, Moods, Ensemble Musica Nova). Frantz Loriot war in Paris und New York zuhause und lebt heute in Zürich.

www.frantzloriot.com
Foto © Cristina Marx

Rieko Okuda

Rieko Okuda ist eine japanische Pianistin, Bratschistin, Komponistin und elektronische Musikern. Sie begann mit klassischer Musik im Alter von 3 Jahren in Japan. Später zog es dann in die USA, um Jazzmusik zu studieren und zu lernen. Sie stieg direkt in die Jazzszene der USA ein und trat mit einigen der großen amerikanischen Jazzmusiker auf. Außerdem interessierte sie sich für Free Jazz und improvisierte Musikszene, während sie in Phliladelphia war. Sie spielte mit den großen Improvisatoren Marshall Allen (vom San Ra Orchestra), Elliott Levine (aufgenommen mit Cecil Taylor) und Calvin Weston (aufgenommen mit Ornette Coleman). Während ihres Aufenthalts in den USA trat sie bei Jazzfestivals auf. Ihr Interesse an improvisierter Musik führte sie nach Berlin, wo sie mit verschiedenen großen Musikern spielte.

riekookuda.tumblr.com rieko.bandcamp.com/track/shinkiro
Foto © Tim Grey

Anthony Pateras

Anthony Pateras (* 1979 in Melbourne) ist ein australischer Jazz-Musiker und Komponist Neuer Musik. Er studierte an der La Trobe University Melbourne Komposition bei Neil Kelly und John McCaughey sowie an der Monash University bei Thomas Reiner. Seine Instrumente sind das Klavier sowie diverse analoge Keyboards. Er komponiert für Orchester, Kammermusik-Ensembles und Solomusiker. Seine großen Orchesterwerke wurden unter der Leitung von Brett Dean vom BBC Symphony Orchestra, Los Angeles Philharmonic und Toronto Symphony Orchestra aufgeführt.

Da er eine besondere Affinität zur Perkussion hat, spielte er häufig in Duo-Formation mit zahlreichen Schlagzeugern wie Han Bennink, Paul Lovens, Tony Buck, Lê Quan Ninh, Will Guthrie und Robbie Avenaim. In diese Reihe gehörte auch ein musikalisches Projekt mit Max Kohane, das es unter dem Titel PIVIXKI (Sabbatical) mit einer Debüt-CD-Veröffentlichung in die Endauswahl der best jazz/improv list of 2009 der Zeitschrift The Wire schaffte.

Auf Bestellung des Südwestrundfunks komponierte Pateras ein Werk für das SWR New Jazz Meeting 2009. Unter seiner musikalischen Leitung kam es im November 2009 in einer Quintett- Besetzung zur Aufführung. Zu diesem Improvisationsquintett Thymolphthalein gehörten Pateras selbst (künstlerischer Leiter, präpariertes Piano, Elektronik), Natasha Anderson, (Kontrabass Recorder, Elektronik), Jérôme Noetinger (Revox b-77), Clayton Thomas (Kontrabass), Will Guthrie (Perkussion, Elektronik).

Seit 2000 ist Pateras auch als Filmkomponist tätig.[5] Von ihm stammt die Musik etwa zu Errors of the Human Body (2012) von Eron Sheean oder zu The Man Who Disappeared (2015) von Sylvère Lotringer.

Pateras lebt und arbeitet in seiner Heimatstadt Melbourne.

www.anthonypateras.com
Foto © Lukas Klose

Kilian Schwoon | Uraufführung

Im Rahmen des Festivals wird am Samstag, den 5. September 2020 Kilian Schwoons Komposition „Springende Filze” von dem Pianisten und Keyboarder Sebastian Berweck uraufgeführt.

Kilian Schwoon wurde 1972 in Hannover geboren. Er studierte Komposition bei Nicolaus A. Huber und elektronische Komposition bei Dirk Reith an der Folkwang Hochschule in Essen und setzte anschließend seine Studien am Centro Tempo Reale in Florenz bei Luciano Berio fort. Seine Kompositionen wurden auf verschiedenen Festivals aufgeführt (ISCM Weltmusiktage, Witten, Nuova Consonanza etc.), interpretiert von Musikern wie Ensemble Modern, Ictus, L'art pour l'art, E-MEX und Schlagquartett Köln. Seit 2007 ist er als Professor für elektroakustische Komposition an der Hochschule für Künste Bremen tätig.
Sein Interesse an der Verbindung vokaler, instrumentaler und elektronischer Mittel führte ihn auch zu einer intensiven Tätigkeit als Interpret und Forscher auf dem Gebiet der Live-Elektronik, wobei Realisationen der Werke Berios an weltweit bedeutenden Konzerthäusern einen Schwerpunkt bildeten. Außerdem entwickelt er Klanginstallationen und war an zahlreichen audiovisuellen Projekten beteiligt, vor allem in Zusammenarbeit mit der Choreographin und Regisseurin Claudia Lichtblau.

www.kilianschwoon.de/de/index.php
Foto © Cristina Marx

Richard Scott

Richard Scott ist ein in Berlin lebender elektroakustischer Komponist und freier Improvisator, der mit analogen modularen Synthesizern und alternativen Controllern wie dem Buchla Thunder and Lightning und seinem eigenen, selbst entwickelten WiGi Infrarot-Controller arbeitet, der bei STEIM, Amsterdam, entwickelt wurde. Seit über 25 Jahren komponiert und spielt er improvisierte Musik, produziert, spielt und nimmt mit Künstlern wie Evan Parker, Twinkle3, Edward Barton, Clive Bell, Olaf Rupp, David Ross und Grutronic auf. Er studierte Improvisation bei John Stevens, Saxophon bei Elton Dean und Steve Lacy, Action Theater Improvisation bei Sten Rudstrom und elektroakustische Komposition bei David Berezan und Ricardo Climent.

Seine Arbeiten wurden auf BBC Radio 3 und 4, International Computer Music Conference, London Jazz Festival, BEAM, Bratislava NEXT Festival of Advanced Music, SARC Sonorities Belfast, Berlin Interaktion Improvised Music Festival und MANTIS Electroacoustic Music Festival, Manchester vorgestellt. Er ist langjähriger künstlerischer Mitarbeiter bei STEIM in Amsterdam, manchmal Dozent für Musik an der Lancaster University und Co-Kurator von zwei unterirdischen experimentellen, improvisierten und elektronischen Konzertreihen in Berlin: AUXXX Berlin und Basic Electricity.

www.richard-scott.net
Foto © Keren Ben-Zion

Amir Shpilman | Auftragswerk — Uraufführung

Im Rahmen des Festivals wird am Sonntag, den 6. September 2020 Amir Shpilmans Komposition „Delivery” (2020) als Auftragswerk des Festivals von der Sopranistin Sirje Viise uraufgeführt.

Amir Shpilman begann seine musikalische Reise im Alter von 12 Jahren als Perkussionist. Mit 17 Jahren begann er sein Kompositionsstudium bei Professor Efim Yofe in Tel Aviv. Nach weiteren zehn Jahren musikalischer Ausbildung in Paris und New York gründete Shpilman das Ensemble Moto Perpetuo, ein auf zeitgenössische Musik spezialisiertes Kammerorchester mit Sitz in New York. Er war dessen künstlerischer Leiter von 2011-2015. Shpilman erwarb einen Bachelor- Abschluss in Musikkomposition an der City University of New York, wo er bei Jason Eckardt und Tania Leon studierte. Seinen Master-Abschluss in Komposition mit Schwerpunkt Dirigieren und seinen Master-Abschluss in Komposition (Post Graduate) erhielt er an der Musikhochschule Carl Maria von Weber in Dresden bei Mark Andre, Manos Tsangaris und Franz-Martin Olbrisch.

Im November 2017 wurde Shpilmans abendfüllendes neues Musiktheaterwerk TIFERET am Maxim Gorki Theater in Berlin uraufgeführt. Hedef, ein Stück für große Ensembles, wurde im April 2013 beim Heidelberger Frühlingsfestival unter der Leitung von Matthias Pintscher uraufgeführt und gewann den Preis der Jury. Das Ensemble Intercontemporain hat sein großes Werk Irisierender Stillstand bei der Biennale von Venedig im Oktober 2014 uraufgeführt, und Shpilman wurde ausgewählt, Deutschland bei der jüngsten Kulturhauptstadt Europas, Breslau 2016, zu vertreten, wo er Destruction für Chor und großes Orchester uraufgeführt hat. Das Open-Air- Konzert fand am Ufer der Oder vor 140.000 Zuschauern statt. Shpilman hat mit einer Vielzahl von Interpreten, Orchestern und Ensembles zusammengearbeitet, u.a. Ensemble Intercontemporain (Paris), International Contemporary Ensemble (New York), MIVOS String Quartet, IKTUS Percussion Project, Ensemble Moto Perpetuo (New York), Ensemble Meitar und Nikel Ensemble (Tel Aviv), Interface (Frankfurt), AuditivVokal Dresden, El Perro Andaluz (Dresden), Johann Rosenmüller Ensemble (Leipzig), LUX: NM und Ensemble Mosaik (Berlin).

Als ausgebildeter Dirigent interessiert sich Shpilman für die Körperlichkeit der Musik. Er arbeitet oft im Theaterbereich und arbeitet mit Tänzern, Designern, bildenden Künstlern, Dichtern, Autoren und Wissenschaftlern zusammen, um seine musikalischen Ideen umzusetzen. Er hat ein besonderes Interesse an chaotischen Formen, wie sie mit künstlerischen Mitteln ausgedrückt werden. Fasziniert von Formen, die inhärente musikalische Formen widerspiegeln, strebt er danach, die Beziehung zwischen Struktur und Flüchtigkeit in der Aufführung in Authentizität umzusetzen. Shpilman lebt und arbeitet in Berlin und New York. Seine Musik erscheint bei Edition Gravis.

www.amirshpilman.com/
Foto © Neda Navaee

Olivia Stahn

Für die Sopranistin Olivia Stahn ist die Auseinandersetzung mit dem musikalischen Material ebenso bedeutend wie dessen theatralische Darbietung. Als Performerin im Musiktheater und als Konzertsängerin arbeitete sie u.a. mit Pierre Boulez, Lucia Ronchetti, Beat Furrer, Helmuth Oehring, Christoph Schlingensief, Hans-Werner Kroesinger, Frank Hilbrich und Saar Magal zusammen. Sie gastierte an der Staatsoper Unter den Linden Berlin, der Staatsoper Hannover, am Staatstheater Stuttgart, bei den Dresdner Musikfestspielen, beim Bachfest Leipzig, den Schwetzinger Festspielen, den Telemannfesttagen Magdeburg, im ZKM Karlsruhe, bei den Wiener Festwochen, den Münchner Opernfestspielen und auf Kampnagel Hamburg. Aufnahmen entstanden für Wergo, cpo und CorinneDeBerne.

www.oliviastahn.de/de

Ernst Surberg

Ernst Surberg, geboren 1966 in Münster, ist Gründungsmitglied des ensembles mosaik. Als Stipendiat der Käthe-Dorsch-Stiftung studierte er Klavier bei Rolf Koenen und Alan Marks an der Universität der Künste und der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin. Im Anschluss an das Studium gab ein Meisterkurs für zeitgenössische Klaviermusik bei Jeffrey Burns die Initialzündung für Surbergs intensive Beschäftigung mit der neuen Musik. Neben seinem Engagement beim ensemble mosaik – gemeinsam mit der Flötistin Bettina Junge ist er auch für die Geschäftsführung zuständig – arbeitet Surberg seit 2006 mit dem Komponisten und Schlagzeuger Michael Wertmüller und dem Bassisten Martin Pliakas an dem genreübergreifenden Bandprojekt noch#2, das Gastmusiker wie Marian Gold, Jaki Liebezeit, Manuel Liebeskind, Jan Werner und Andi Thoma einlädt.

In diesem Zusammenhang begann Surberg auch selbst zu komponieren und brachte eigene Werke zur Aufführung. Zuletzt schrieb er die Musik zu drei Theaterstücken am Schauspiel Köln, für „Der letzte Riesenalk“ und „wozuwozuwozu“ mit Anna Viebrock, sowie für „Warten auf Godot“ (Regie: Thomas Dannemann). Als Solist sowie mit Ensemble und Orchester spielte Surberg zahlreiche Uraufführungen – unter anderem Werke von Stefan Streich, Michael Beil, Enno Poppe, Klaus Lang, Agostino DiScipio, Andrew Hamilton und Sergej Newski. Mit dem ensemble mosaik gastierte er bei vielen der wichtigsten internationalen Festivals für zeitgenössische Musik und wirkte bei zahlreichen Rundfunkaufnahmen und CD-Produktionen mit. Ernst Surberg war von 2007 bis 2011 Vorstandsmitglied der Initiative Neue Musik Berlin.

www.surberg.net
Foto © Andy New

Roger Turner

Roger Turner hatte seinen ersten Auftritt als professioneller Jazzmusiker 1966 mit Chris Biscoe in Brighton. Danach war er in London Mitglied der ghanaischen Perkussionsgruppe Mask und tourte mit dem experimentellen Ritual Theatre, mit dem er 1972 seine ersten Aufnahmen bei der BBC einspielte. Anfang der 1970er Jahre trat er als Solist beim Bracknell Jazz Festival und dem Bruxelles Festival of Percussion auf. 1979 nahm er mit John Russell und Toshinori Kondo das Album Artless Sky auf. 1981 veröffentlichte Turner sein erstes Soloalbum The Blur Between. 1980 und 1983 erhielt er Stipendien des Arts Council, um seine Kenntnisse der Perkussions- und elektroakustische Musik zu vertiefen. 1984 bis 1985 besuchte er Kurse an Alan Silvas Schule in Paris. Zur gleichen Zeit arbeitete er mit experimentellen Rockgruppen und mit Sängerinnen und Sängern wie Annette Peacock, Phil Minton und Vanessa Mackness. Weiterhin war er musikalischer Partner von Derek Bailey, Dorothea Schürch, Evan Parker, Cecil Taylor, Otomo Yoshihide und trat mit Gruppen wie dem Phil Minton Quartet (mit Veryan Veston und John Butcher), den Recedents (mit Lol Coxhill und Mike Cooper) und In the Tradition (mit Alan Silva und Johannes Bauer) sowie in Duos mit John Russell und Phil Minton auf. Gemeinsam mit Tim Hotchkinson und Thomas Lehn bildet er seit 1997 das Improvisationstrio Konk Pack, mit dem er bisher drei Alben vorlegte und zahlreiche Tourneen spielte.

www.turners-site.com/
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Sirje Viise

Sirje Aleksandra Viise ist eine estländisch-amerikansiche Vokalistin, Performerin und Künstlerin. Sie absolvierte ein Studium in Visueller Kunst und Musik in Indiana, New York, Boston und Berlin und ist spezialisiert auf erweiterte Gesangstechniken, zeitgenössische und experimentelle Musik, Performance, Performance Kunst und Skulptur. In ihren Soloprogrammen und Performances hinterfragt sie den Charakter weiblicher Performerinnen und die Rolle des/der Sänger/in in der heutigen Gesellschaft. Viele ihrer Arbeiten sind autobiographischen Ursprungs.

Auftritte: Akademie der Künste Berlin, Ultraschall Berlin, Transmediale+CTM, MaerzMusik Berlin, Documenta 14 Athens, Radialsystem V, Harbin Grand Theater China, Tianjin Grand Theater China, Schaubühne Berlin, Volksbühne Berlin, Teater Får302 Copenhagen, Théâtre de la Ville de Paris, Halle am Wriezener Bahnhof (Berghain), BAM! Berlin, DAAD mikromusik Berlin, Estonian National Opera, AFEKT New Music Festival Tallinn, Latvian National Opera, Sadler’s Wells Theater London, Konzerthaus Berlin. Sirje Viise lebt in Berlin.

www.soundcloud.com/sirje-aleksandra-viise/sets/curses
Foto © Manuel Miethe

Céline Voccia

Céline Voccia (geb. in Paris) ist als Pianistin in der Berliner Free Jazz Szene tätig.
Ihre klassische Ausbildung begann sie im Konservatorium Genf bei der japanischen Pianistin Mayumi Kameda, wo sie ihr Studium in den Fächern Klavier und Musiktheorie abschloss, und schon sehr früh entwickelte sie ein ausgeprägtes Interesse für die zeitgenössische Musik. Sie hatte die Gelegenheit, mit dem Komponisten Edison Denisov zu arbeiten. Befremdet von den starren Regeln des klassischen Konzertbetriebs studierte sie anschliessend Jazz Klavier und Improvisation in Paris bei Philippe le Baraillec, Bruno Angelini und Laurent de Wilde, sowie bei Andreas Schmidt in Berlin nach ihrem Umzug in 2011.

Céline Voccia verfolgt stetig eine musikalische Vision, die die Ästhetik der zeitgenössischen Musik mit der Lebendigkeit und Interaktivität der Improvisation verbinden sollte. Die Vielfältigkeit der Berliner Free Jazz und Echtzeitmusik Szene ermöglichte ihr, ihre jetzigen musikalischen Partner kennenzulernen. Dazu zählen Jan Roder und Michael Griener (Céline Voccia Trio), Matthias Bauer, Anna Kaluza, Lothar Ohlmeier, Alexander Frangenheim, Fyodor Stepanov, Andreas Voccia u.a.

www.celinevoccia.fr